Antrags- und Bewilligungsverfahren beim DigitalPakt 

Wie können Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule beantragt werden?

Nachdem im Mai 2019 durch Bund und Länder die gemeinsame Verwaltungsvereinbarung zum DigitalPakt Schule offiziell unterzeichnet wurde, steht der Beantragung von Fördermitteln durch die einzelnen Schulen nichts mehr im Wege. Doch wie genau kommen die Schulen an die entsprechenden Gelder? 
Bis wann müssen Anträge gestellt werden und wo erhalten Sie benötigte Hilfen? Wie wird in den einzelnen Bundesländern verfahren und was gilt es zu beachten?
 

Damit auch Sie und Ihre Schule möglichst schnell von Fördermitteln aus dem DigitalPakt profitieren können, ist es wichtig, sich in einem ersten Schritt mit dem Antrags- und Bewilligungsverfahren genaustens auseinander zu setzen. Doch Obacht: Dieses variiert von Bundesland zu Bundesland. 
edulano fasst die wichtigsten Eckpunkte zum Thema „Antragsverfahren beim DigitalPakt Schule“ zusammen.  
In einer grundlegenden Übersicht lassen sich zunächst einige Punkte festhalten, die bundesweit ähnlich ablaufen.

 Um Fördergelder aus dem DigitalPakt abrufen zu können, muss in jedem Fall ein spezielles Antragsverfahren durchlaufen und bewilligt werden:

1.) Interne Planung 
an den Schulen

2.) Erstellung eines Bildungskonzeptes

3.) Anfertigung eines Medienentwicklungsplans

4.) Prüfung durch Verwaltungsstelle

5.) Schulträger informiert Schule

1) Die Schule berät sich intern

Zuallererst ist es an der Schul-Institution selbst, intern zu diskutieren und zu klären, wie und welchem Maße Sie den digitalen Wandel in ihrer Schule realisieren und vorantreiben möchten. Dazu bietet es sich zunächst an, ein Experten-Team zu bilden, das sich fortan für die Konzeptionierung und Umsetzung des digitalen Wandels innerhalb der Schule verantwortlich zeigt.

2) Der Weg zur Erstellung eines Bildungskonzeptes

Das eigens kreierte Team erstellt nun in einem ersten Schritt ein technisch-pädagogisches Konzept. Daraus ergibt sich folglich auch der explizite Bedarf, den die jeweilige Schule in Hinblick auf digitale Anpassungen mitbringt. Die Bedarfsermittlung ist ein wesentlicher und wichtiger Bestandteil des sogenannten Medienentwicklungsplans.

Bedenken Sie: Ohne jenen Medienentwicklungsplan, keine Möglichkeit auf Förderung! 
Wie Sie einen durchdachten Medienentwicklungsplan erstellen, erfahren Sie im folgenden:

Nachfolgend eine grobe Übersicht:

Der individuell erstellte Plan beinhaltet einerseits eine Auflistung und Bestandsaufnahme der aktuellen Technik-Ausstattung in der Schule. Welche digitale Infrastruktur ist zum jetzigen Zeitpunkt beispielsweise bereits vorhanden und welche digitalen Geräte oder Software werden schon effektiv im Schulalltag genutzt? Andererseits sollen hier auch bereits bestehende, fachliche Qualifikationen des Lehrpersonals aufgegriffen werden.

Im Folgenden sollten die Ziele des digitalen Umbruchs definiert werden. Allen voran: Die individuelle Entwicklungsförderung und Kompetenzvermittlung der Schülerinnen und Schüler in Hinblick auf das übergeordnete Thema „Bildung in der digitalen Welt“.

Anschließend gilt es entsprechend geplante Maßnahmen zu fixieren und festzulegen. Ebenfalls Teil eines fundierten Bildungskonzeptes: Die Ausarbeitung eines Medien- und Methodencurriculums als auch Ausstattungs- und Fortbildungsplans

Gemeinsam mit den jeweiligen Antragsformularen (können zumeist online bei der entsprechenden Bewilligungsstelle heruntergeladen werden) wird das technisch-pädagogische Gesamtkonzept schlussendlich beim Schulträger eingereicht. 

3) Festsetzen des Medienentwicklungsplans durch Schulen und Schulträger

Mit übergreifender Zeit- und Investitionsplanung sowie fundiertem Service- und Wartungskonzept liegt es nun an den Schulen zusammen mit dem Schulträger, einen durchdachten Medienentwicklungsplan auf Grundlage der vorliegenden Schul-Anträge zu erstellen. Jenen Plan reicht der Schulträger samt entsprechender Formulare und Anträge folglich an eine durch das Land festgelegte, zentrale Stelle weiter. Hiermit werden die nötigen Fördermittel offiziell beantragt.

4) Prüfung durch zuständige Verwaltungsstelle

Die zuständige Verwaltungsstelle prüft die Anträge im Anschluss sorgfältig, bewilligt diese im besten Fall und gibt die jeweiligen Fördermittel für die Schule frei. Eine Info über die bewilligten Fördermittel geht dabei zurück an den Schulträger.

5) Schulträger informiert die Schule

Der jeweilige Schulträger verteilt schließlich die freigegebenen Fördermittel an die antragsstellende Schule. Fertig.

Antragsverfahren und Bedingungen in Ihrem persönlichen Bundesland


Achtung: Das Antrags- und auch Bewilligungsverfahren im Rahmen des DigitalPakts Schule regelt jedes Bundesland auf seine eigene Art und Weise.
Für eine kompakte Übersicht rufen Sie einfach Ihr persönliches Bundesland auf und informieren Sie sich über die wichtigsten Fakten und Links zu Beratungsstellen, Förderrichtlinien und Antragsverfahren. Damit Sie auf schnellstem Wege zu der von Ihnen benötigten Information gelangen.